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Projekt 89.1 MSR - Kurz Kondor 1
Funktechnik - MGS u.m.
Morsegeber MGS 165
Der Morsegeber MGS 165 ist die Kombination einer Schreibmaschine Typ "Erika" mit einem elektronischem Block, hergestellt im VEB Meßgerätewerk Zwönitz (BT Gerätewerk Karl-Marx Stadt).

Der MGS 165 setzt jedes geschriebene Zeichen sofort in das entsprechende Morsezeichen um. Das Morsezeichen wird als getastete Niederfrequenz (1000 Hz) und als galvanisch getrennter getasteter Kontakt zum Senden abgegeben. Das Gerat ersetzt die beim Morsetelegraflebetrieb auf der Sendeseite benutzte Handtaste. Der MGS 165 wurde in stationaren Funkstellen, in motorisierten Funktrupps mittlerer und groBer Leistung, sowie auf Schiffen und Booten eingesetzt.

MGS 165 (Sende-/ Empfangsbetrieb)
MGS 165 Technische Daten
Stromversorgung:220V~ 50Hz
Leistungsaufnahme:> 30W
Batterieversorung:Akkumulator mit Mittelabgriff 24 V 0,4 -0,7 A
Abmessungen:275 (H) x 580 (L)x 380 (B)mm
Gewicht;etwa 33,5 / 45 kg
Gebegeschwindigkeiten (theoretisch)in 9 Stufen regelbar 60, 80, 100, 120, 140, 160, 200, 400, 600 Bu/min
das entspricht 12, 16, 20, 24, 28, 32, 40, 80, 120 Gr/min

Der Unterschied zwischen theoretischer und praktischer Gebegeschwindigkeit ergibt sich aus, der durch die Pausensperre und die Reaktion des Funkers eintretende Verzogerung.

Genau aus dieser Verzögerung heraus war es "Normal", dass das Pausensperre - Steuerungsrelais an Bord der GBK Schiffe im Gerät überhaupt nicht eingesetzt war, weil die hohen Sendegeschwindigkeiten der GBK - Funker nur blockiert wurden.

Es lag vorsorglich für irgend welche Kontrollen im Schrank.
Sendebetrieb
Durch das Betätigen der entsprechenden Taste wurde im Sendevorgang das dazugehörige Morsezeichen erzeugt an die R - 617/ 615 "gegeben" und über die Antenne gesendet.
Empfangsbetrieb
Im Empfangsbetrieb arbeitet das MGS wie eine normale Schreibmaschine. Geschrieben wurde auf einer doppellagigen Papierolle, von der die oberste Lage streifenweise mit den empfangenen Funksprüchen per Rohrpost zum HBS (zur Brücke) gingen. Die unterste Lage blieb als Kontrollrolle in der Maschine - bis sie voll war. Die Kontrollrolle wurde dann nach den Einsätzen zum Zwecke der Auswertung von Vergehen gegen die Funkbetriebsdienstvorschrift DV 040/0/001 genutzt....

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