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Projekt 89.1 MSR - Kurz Kondor 1
Geschichte
Geschichte
Der geschichtliche Werdegang des Projektes 89.1.. kann grob in drei Abschnitte
  • Entwicklung
  • Bau
  • Einsatz
eingeteilt werden. Aus der Notwendigkeit der zu lösenden Aufgaben, wurde im Jahr 1963 begonnen über die Entwicklung eines Nachfolgers für die bis dahin eingesetzten drei verschiedenen Typen von Minenräumfahrzeugen "nachzudenken".

Dem internationalen Entwicklungstrend zur Minenortung folgend, sollte durch den Einbau entsprechchender Anlagen diesem entsprochen werden und die Schiffbezeichnung und Hauptaufgabe wurde von MLR (Minenleg- und Räumschiff) in MSR (Minensuch - und Räumschiff) geändert.

Räumboot Typ Schwalbe (Projekt 8)

Minenleg- und Räumschiff Typ "Habicht"

Minenleg- und Räumschiff Typ "Krake"
So entstand das Projekt 89.0. Vom Projekt 89 waren 24 Einheiten geplant. Auf Grund von Problemen mit den vorgesehenen Motoren KVD 20/21 A (es stellte sich keine Eignung heraus) wurden andere Motoren (sowjetische M 40D) in Erwägung gezogen . Diese erforderten aber ein neues Projekt. Das Projekt 89.1 wurde "geboren". Die Weiterentwicklung zum Projekt 89.1 erfolgte ab Dezember 1966.

Schiff der Nullserie
Entwicklung
Mit den Erfahrungen und Vorarbeiten des Projektes 89.0 wurde das Projekt 89.1.. mit wesentlichen Veränderungen gegenüber den Nullprojekt entwickelt.
  • Einsatz von zwei Motoren 40 D
  • Verlängerung des Rumpfes um 4,5 m
  • Änderung von Mast und Brücke
  • Änderung des Achterdecks
  • Einsatz der KLA 58m (Hydroakustische Anlage)

Während der/s Entwicklung / Serienbaus wurde Kritik an der zu geringen Luftabwehrbewaffnung ein 2x25mm Geschütz geäußert. Ein Einsatz der technisch besseren hydrakustischen Anlage MG-69 war auf dem Projekt 89.1..nicht möglich. Es blieb beim Einbau der KLA 58m aus DDR Produktion. Daraus begann die Entwicklung des Projektes 89.2, welches diesen erhöhten Anforderungen gerecht werden sollte. Infos´s über das Projekt 89.2 gibt es u.a. auf den in den Quellen genannten Seiten.

Projekt 89.111 als G421

Projekt 89.112 als G444
Bau
Gebaut wurden die Schiffe auf der Peenewerft Wolgast. Die Werft im Nordosten der DDR war spezialisiert auf den Bau von Schiffen für die Marine. Der Bau des ersten Serienschiffs, Projekt 89.101, begann im Oktober 1967 (Indienststellung 29.05.1969 ). In den Jahren 1969/70 konnte die Volksmarine 21 Einheiten übernehmen zu einem Stückpreis von 7,3 Millionen Mark.
Einsatz
Die gebauten 21 Einheiten wurden strukturmäßig in der Volksmarine als MAW - Fahrzeuge eingesetzt. Zur gleichen Zeit wurden neue Schiffe für die 6. Grenzbrigade Küste notwendig. Diese sollten die geforderte Effektivität der Grenzsicherung realisieren. 1971 erfolgte die Übergabe von 18 Schiffen als Grenzfahrzeuge an die 6.GBK. Im Zuge der Außerdienststellung vor und nach "Auflösung" der Volksmarine / 6. GBK. wurden die Schiffe entweder abgebrochen (verschrottet) oder an andere Marinen der Welt verkauft.

Projekt 89.115 als Vigilante (Cap Verde)

Projekt 89.118 als P 29 (Malta)

Projekt 89.106 als GS 03 (Grenzschutz DDR)
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